Licht ist ein Lebensmittel
Bei der Wahl unserer Lebensmittel haben wir prinzipiell die Möglichkeit, uns für ein regional, CO2-neutral, ressourcenschonend und umweltfreundlich erzeugtes Qualitätsprodukt, daß frei von Farb und Zusatzstoffen ist, zu entscheiden.
Bei der Wahl unserer Leuchtmittel sollten wir diese Kriterien ebenfalls anwenden können, denn Licht ist ein Lebensmittel.
Kriterien für die Leuchtmittelwahl
regionales Produkt
Glühbirnen werden/wurden in der EU hergestellt, während 2/3 der "Energiesparlampen" in China produziert werden.
CO2-Bilanz
Bei
der Herstellung einer Kompaktleuchtstofflampe vergrößert
der Transport der Rohstoffe, die aufwendige Produktion und der Transport
nach Europa den CO2-Ausstoß wesentlich mehr als die
ursprüngliche Glühbirnenproduktion in Europa.
CO2-Bilanz
Ressourcen
Die Produktion der Glühbirnen schont die Ressourcen unserer Erde, da sie aus wenigen Bestandteilen (Blechgewinde, Glaskolben und Wolframdraht) besteht, einfach herzustellen und zu entsorgen (Hausmüll) ist.
Die Produktion der Kompaktleuchtstofflampe ist unterschiedlichen Berechnungen nach 4x/10x/40x energieintensiver als die Herstellung einer Glühbirne. Neben Leuchtsstoffen, Schwermetallen wird im elektronischen Vorschaltgerät noch eine aufwendige Elektronik benötigt
Umweltfreundlich
Auf Grund der wenigen und ungiftigen Bestandteile der Glühbirne kann diese als umweltfreundlich bezeichnet werden, während das Queckilber, daß in "Energiesparlampen" benötigt wird, schon beim Abbau in chinesischen Minen Land und Leute verseucht und in Europa bei der Entsorgung im Hausmüll über die MVA die Luft und über Deponien Erde und Wasser gefährdet.
Zusatzstoffe
Glühbirnen sind frei von schädlichen Zusatzstoffen und können gefahrlos im Hausmüll entsorgt werden.
"Energiesparlampen" enthalten neben giftigen Quecksilber weitere Schwermetalle wie Brom und Cadmium und müssen deshalb im Sondermüll entsorgt werden.
LEDs enthalten reizendes Galliumphosphid oder -nitrid und müssen wegen der aufwendigen Elektronik als Elektronikschrott entsorgt werden.
künstliche Farbstoffe
Glühbirnen sind frei von künstlichen Farbstoffen. Ein glühender Wolframfaden liefert ein der Sonne ähnliches Licht.
"Energiesparlampen" benötigen Phosphorverbindungen als Leuchtstoff, die die ultraviolette Strahlung des Quecksilbers in sichtbares Licht umwandeln.
In LEDs werden die reizenden Halbleiter Galliumphosphid oder -nitrid als Farbstoffe verwendet.
natürliche Farben
In Vollkornprodukten steckt die ganze Kraft des Korns, im Vollfarbspektrum, das Glühbirnen und Halogenlampen emittieren, sind alle Wellenlängen des sichtbaren Lichts enthalten. Somit werden alle Farben natürlich wiedergegeben.
Im Licht der "Energiesparlampen" und LEDs werden einige Farben nicht, kaum oder verfälscht wiedergegeben.
Qualität
Deshalb kann die Lichtqualität von Glühbirnen und Halogenlampen, die beide ein kontinuierliches sonnenlichtähnliches Vollfarbspektrum emittieren und den höchsten Farbwiedergabeindex von Ra 100 erzielen, von Kompaktleuchtstofflampen und LEDs nicht erreicht werden.
Farbspektrum | Farbwieder-gabeindex | |
Sonne |
|
Ra 100 |
Glühbirne |
|
Ra 100 |
"Sparlampe" |
|
Ra 80 |
LED | |
Ra 60 - 80 (92) 1 |
biologische Reaktionen 2
Versuche vom Lichtbiologen John Ott zeigen, daß fehlende Wellenlängen Auswirkungen auf pflanzliches und tierisches Leben haben.
John Ott entdecke bei Zeitrafferaufnahmen für den Walt Disney Film "Die Geheimnisse des Lebens" , daß je nach der Spektralzusammensetzung der Leuchtstofflampen die männlichen oder weiblichen Blüten von Kürbissen sich verfärbten und abfielen, während die Blüten des anderen Geschlechts üppig wuchsen.
Als er für weitere Zeitrafferaufnehmen zur Beleuchtung eines Aquariums "warm-weiße" Leuchtstofflampen verwendete, entdeckte er, daß das Geschlecht des Nachwuches mittles Lichtfarbe beeinflußbar ist, da die aus den Eiern schlüpfenden Fische zu 80% Weibchen waren.
Bei einer umfangreichen Großuntersuchung entdeckte er, daß
Chinchilla-Züchter bei gewöhnlichen Glühlicht
zu 60-75% Männchen und bei blau gefärbten Glühlampen
aber bis zu 75% Weibchen erhalten haben.
Auswirkungen von fehlenden Wellenlängen
Quellenhinweise:
1 Produktkatalog (Osram)
2 Zwielicht - die Ökologie der künstlichen Helligkeit - S.59f buchtips